Außergewöhnliches Künstlerfest in Bad Salzschlirf


So etwas hatte Bad Salzschlirf bisher noch nicht gesehen: am Samstag im Kurpark, mit den ersten Sonnenstrahlen begann dort ein seltsames Treiben.

 

Ein antiker französischer Zirkuswagen gezogen von einem Oldtimer rollte auf das Rondell neben der Kurparkbühne mit der Aufschrift Tribus Omina - erste Akademie für Moderne Ölmalerei. Staffeleien, Stühle und Tischchen, Pinsel, Farben, Paletten und Mal-Lappen wanderten durch den Park, getragen von einer bunt gemischten Truppe von Personen, die in allen Sprachen schnatterten … Europa lässt grüßen … Ungefähr neunzig Maler aus den verschiedensten Ländern bauten mit strahlenden Gesichtern voller Erwartung ihre Staffeleien vor der Bühne auf und warteten gespannt auf Meister HERDIN.

Der Künstler, Sänger, Fachbuchautor und Malpädagoge, der sich vor 7 Jahren in Bad Salzschlirf niedergelassen hat, war der Initiator des großen Openair-Apfel-Maler-Treffens. Die Besucher genossen Kaffee und Kuchen. Herdin Radtke, begleitet von Bürgermeister Matthias Kübel betrat die Bühne. Sichtlich stolz auf das was da passieren sollte begrüßte der Bürgermeister herzlich im Namen der Gemeinde mit kurzen und gut gewählten Worten gegen 12.30 Uhr unter der strahlenden Sonne - Petrus hatte es gut gemeint - alle Anwesenden und die noch herbei strömenden Gäste. Dann übernahm Herdin Radtke das Mikrofon und erklärte den 20. Mai zum Tag der Ölmalerei in Deutschland. Gleichzeitig eröffnete er offiziell seine Erste Akademie für Moderne Ölmalerei im Kurpark 9 und verkündete den gespannt zuhörenden Gästen und Malern den „Tribus Omina“, die Urformel der 3D Malerei:

 

             Fläche : Linie + fließender Kontrast = 3D-Bild

 

Langsam schritten dabei Bürgermeister Kübel und Herdin Radtke auf zwei vorne auf der Bühne links und rechts platzierten goldene Käfige zu, öffneten sie gleichzeitig und

zwölf weiße Tauben schwangen sich in die Lüfte. Schnell entschwanden sie den Blicken am strahlenden Horizont. Begleitet vom Beifall der sichtlich berührten Anwesenden trugen sie damit die Urformel der Malerei, Tribus Omina, in die weite Welt hinaus … perfekt und glaubwürdig initiiert.

Weiter ging es mit der Vorstellung der drei verschiedenen Musik-Acts: LINDA KA aus der Region – Stefan Schwertfeger BIG SLEEP aus Griechenland und dem phantastischen Chansonnier Fred Lelay mit Bassist Bilbo aus Frankreich. Sie sorgten für die musikalische Untermalung des Malhappenings. Ein Augen und Ohrenschmaus für alle.

 

Meister Herdin mit Pinsel und Palette in der Hand als Dirigent des Lichtes schritt zu seiner Staffelei und zog alle aktiven Maler und die Besucher in seinen Bann. Wie ein Magier verwandelte er einen Kreis in verschiedene Licht- und Farbfelder, von hellgelb über orange, rot und dunkelbraun, entwickelte daraus eine leuchtende Lichtscheibe - umgeben von einem elegant lebendigen pastellfarbenen Hintergrund.

 Weißgelbe Farbe, geschickt links oberhalb des Zentrums der Lichtscheibe aufgetragen und in alle Richtungen vertrieben (dabei entsteht der fließende Kontrast) verzauberte die Lichtscheibe nach und nach in eine strahlende Kugel mit einer leichten Einbuchtung. Gespannt folgten ihm alle Maler in Rat und Tat … die Mal-Aktion war in vollen Gange.

Licht und Schatten, raffiniert eingesetzt, ergaben zum Erstaunen der Beobachter eine Vertiefung aus der dann mit einem Pinselstrich - links hell, rechts dunkel - leicht gekrümmt auf einmal einen Stängel, der wie mit einem malerischen Paukenschlag alles in sekundenschnelle in eine wunderschönen gelb roten Apfel verwandelte.

 

 Wieder folgten ihm alle Maler voller Eifer, er sprang von der Bühne, huschte zwischen den

Reihen und den Malern hin und her, erklärte, zeigte, besserte aus, beruhigte und ermutigte unsichere Mitmaler, um ihre Moral wieder zu stärken. Und das funktionierte!

 

Der Magier der Ölfarben Herdin zeigte wie man durch das Wissen um Licht, Schatten, Transparenz, der richtigen Pinselführung, dem geschickten Einsetzen von Malmittel und der Verbindung der Farben untereinander auf einer (zweidimenionalen) Leinwand einen dreidimensionalen Apfel malen kann. Das ermöglicht wiederum laut Herdin jede malerische Richtung - von der Klassik bis zur Abstraktion - gekonnt darzustellen und auch seinen eigenen sehr persönlichen Ausdruck auf der Leinwand abzubilden.

Wie durch ein Wunder wurde auf einmal der Kurpark zur Bühne auf der sich Akteure und Zuschauer miteinander vereinten zu einer gemeinsamen malerisch unbeschreiblich schönen Dynamik voller Freude, Spannung, Staunen und Respekt; genau das hatte Herdin Radtke beabsichtigt und nun war auf einmal zu erkennen, was er sich unter einem Gemeinschaftskunstwerk dieser Art vorstellte.

Besonders hervorzuheben wäre die jüngste Teilnehmerin mit 8 Jahren; sie malte zum ersten Mal mit Ölfarben und brachte erstaunliches zu Wege.

 

Schnell verging die Zeit und nach ca. 4 Stunden Malmeditation summte auf einmal eine Drohne am Himmel, die die malerische Show- Bühne von oben filmte.

Leicht erschöpft aber glücklich und mit strahlenden Augen betrachtete ein jeder zufrieden seinen gemalten Apfel - alle gleich - und doch jeder anders. Wassertropfen, Schmetterlinge, fliegende Blätter, dicke und dünne Streifen, so mancher hatte noch schnell etwas dazu gefügt voller Freude über das Geschaffene.

Nun nahm jeder sein Bild von der Staffelei und stapfte stolz mit seinem Werk zur

nahe gelegenen Wiese; HERDIN dirigierte alle Maler zu einer Spirale und wie eine Blume die auf und zu macht, hoben und senkten alle ihr Bild über den Kopf mit ausgestreckten Armen und das mehrere Male hintereinander … wie eine Welle aus Mensch und Bild … und alles gefilmt und fotografiert mit der Drohne aus der Vogelperspektive. Laut Herdin himmlisches Material mit dem er die Lithographie „APFELSPIRALE“ als Dokumentation zum Event kreieren wird.

Danach beendete ein gemeinsamer Applaus von Malern und Besuchern als Dankeschön an alle Teilnehmer, Helfer, Musiker und besonders an Meister Herdin, den offiziellen Teil der Veranstaltung, die sicher noch lange in den Gedanken aller nach klingen wird. Alle Bilder werden in einem kleinen Büchlein verewigt und werden Teil einer Wanderausstellung mit dem Titel Tribus Omina in Verbindung mit Herdin's Gemälden.

Schade für alle, die dieses wahre Meisterstück, zusammengesetzt aus hervorragender Malerei, Glücksgefühl, Selbstvertrauen, Spannung, Lebensfreude und Malmeditation als Gemeinschaftskunstwerk nicht miterlebt haben.

Die gute Nachricht: Drei Kameras erbrachten ca. 15 Stunden hochwertiges Filmaterial, damit wird Herdin eine 30minütige Dokumentation produzieren, um dieses einmalige Apfel-Maler-Treffen mit seinem Zauber und der Verkündung des Tribus Omina einer größeren Öffentlichkeit zugänglich machen zu können; auch diese wird dann Teil der Wanderausstellung.

 

Zitat von Herdin Radtke: „Nächstes Jahr passiert wieder was … immer am vorletzten Samstag im Monat Mai … dem Tag der Ölmalerei … .“


... zur Webseite "www.atelier-herdin.com"  - Herdin, der Magier der Ölmalerei - Foto: Gertrud Pietschmann
... zur Webseite "www.atelier-herdin.com" - Herdin, der Magier der Ölmalerei - Foto: Gertrud Pietschmann